Dominique Venner

Dominique Venner (1935–2013) war politischer Aktivist und Theoretiker, Aristokrat und Rebell, Gruppen- und Zeitschriftengründer, Autor von über 50 historischen und politischen Büchern, darüber hinaus fünffacher Familienvater.

In Deutschland sorgte er über ein politisches Fachpublikum hinaus für Aufsehen, als er sich im Mai 2013 in der Kathedrale Notre-Dame de Paris in den Kopf schoss, um gegen den Verfall der von ihm hochgehaltenen Werte – Ehre, Treue, Tradition – und den anhaltenden Prozess der Überfremdung in Frankreich zu protestieren. Hinter ihm lag ein bewegtes Leben.

1954, als der Krieg um die Unabhängigkeit Algeriens begann, meldete sich Venner freiwillig und diente bis 1956 in der Armee. Als die Niederlage der Grande Nation absehbar war, beteiligte sich Venner am sogenannten Putsch der Generäle gegen Charles de Gaulle. Für seinen Kampf in den Reihen der Untergrundbewegung Organisation de l’Armée Secrète (OAS, Organisation der geheimen Armee) wurde er verurteilt und verbüßte eine Haftstrafe.

Nach seiner Entlassung gründete Venner die Zeitschrift Europe-Action, um die sich bald eine junge, dynamische Bewegung formierte. Die Zeitschrift erschien vier Jahre und war der gesamteuropäischen Idee verpflichtet. Auf die Entstehung der Nouvelle Droite (ND) um Alain de Benoist wirkte Venner in dieser Phase als Inspirator. Entscheidend hierfür war neben Europe-Action eine Schlüsselschrift, die Venner während seiner Inhaftierung niederschrieb: Für eine positive Kritik ist das politische Hauptwerk Dominique Venners und liegt nun erstmals überhaupt in deutscher Sprache vor.