Jetzt vorbestellen: Die Kadetten des Alcázar

1936 eskalierte der Kampf der »beiden Spanien«. Die politische Rechte erhob sich gegen die linksdominierte Republik. Rasch verdichteten sich in diesem zunächst innerspanischen Ringen europäische Konfliktlinien. Der Krieg wurde international. Freiwillige aus aller Welt strömten nach Barcelona und Madrid, schlossen sich anarchistischen Milizen oder katholischen Freiwilligenverbänden, kommunistischen Brigaden oder falangistischen Einheiten an. Mobilisiert wurden sie durch Berichte in den Gazetten der Welt, durch Bilder und Symbole – auf nationalspanischer Seite speziell durch den Mythos Alcázar, den Robert Brasillach und Henri Massis bereits 1936 in Worte fassten: Die Novelle Les Cadets de l’Alcazar berichtet vom Widerstand auf verlorenem Posten, von Heldenmut und Opferbereitschaft. Nun liegt die deutsche Erstveröffentlichung vor.

Das Fanal des Alcázar von Toledo lehrt eines: Gemeinschaftsstiftende Mythen, gegründet auf der selbstlosen Hingabe für eine Idee, sind die unabdingbare Voraussetzung kollektiver politischer Erneuerung. Georges Sorel wusste um die Notwendigkeit eines elektrisierenden Bildes, das für jede politische Bewegung nötig ist, um sie nach vorne zu treiben. Carl Schmitt forderte ebenfalls dieses Bild, das entschlossenen Persönlichkeiten die erforderliche »Kraft zum Martyrium« spendet. Der Alcázar ist ein solches Bild. Sein aufgespannter Rahmen ist dabei gesamteuropäisch.

Die Veröffentlichung der Novelle Die Kadetten des Alcázar ist in diesem Sinne ein Schritt zum besseren Verständnis der europäischen Krisis des 20. Jahrhunderts wie auch deren mobilisierender Mythen.


Hier bestellen: Kulturrevolution von rechts

Alle großen Revolutionen der Geschichte haben nichts anderes getan, als eine Entwicklung in die Tat umzusetzen, die sich zuvor schon unterschwellig in den Geistern vollzogen hatte. Man kann keinen Lenin haben, bevor man einen Marx hatte. Dies ist die Revanche der Theoretiker – die nur scheinbar die großen Verlierer der Geschichte sind. Eines der Dramen der Rechten ist ihre Unfähigkeit, die Notwendigkeit zu begreifen, daß auf lange Frist geplant werden muß.

Diese Feststellung Alain de Benoists von 1985 gilt noch immer. Er lernte dabei ausdrücklich von Antonio Gramsci. Der italienische Marxist hatte festgestellt, daß jede Bewegung, die auf Erlangung von Hegemonie hinarbeite, zunächst ihre Ideen im vorpolitischen, im kulturellen Raum als führend setze. Danach erst könne auch politische Hegemonie errungen werden.

Alain de Benoist setzte sich intensiv mit der Hegemonietheorie Gramscis auseinander. Die Folge war die vorliegende Kulturrevolution von rechts. In dieser Schlüsselschrift ist nicht nur eine erste neurechte Gramsci-Exegese enthalten, sondern im Kern all das, was die Denkbewegungen Alain de Benoists bis heute ausmacht: metapolitische Überlegungen, Lagergrenzen überwindendes Suchen nach neuen Wegen, die Nutzbarmachung ganz unterschiedlicher Denker, Politiker und Ideenhistoriker.

Es gilt, sich den vorpolitischen Raum von Linksliberalen und Neoliberalen zurückzuholen. Kulturrevolution von rechts ist dabei ein unverzichtbarer Wegbegleiter.


Hier bestellen: Für eine positive Kritik

Die Rechte ist zahm und ideenlos, strebt nach Anerkennung und Parlamentssitzen, hat keine Ahnung von revolutionärer Theorie und Praxis. Dieses Verdikt liegt dem vorliegenden politischen Hauptwerk des Aktivisten und Historikers Dominique Venner (1935–2013) zugrunde. Für eine positive Kritik erschien bereits 1962 und beeinflusste unter anderem die Entstehungsphase der Nouvelle Droite um Alain de Benoist.

Das Buch hat seitdem keineswegs an Bedeutung verloren: Jean-David Cattin und Philippe Vardon, zwei der wichtigsten Köpfe der Identitären Bewegung (IB), betonen in einem Geleitwort zur vorliegenden deutschen Erstausgabe, dass es dieser Text war, der einen wesentlichen Impuls zur Gründung der IB überhaupt gab. Was also hat es mit diesem Schlüsseltext der europäischen Rechten auf sich?

Venner warnt in ihm vor behäbigem Konformismus, verlangt eine erneuerte politische Programmatik, fordert ein Gespür für die alltäglichen Sorgen der Menschen, entwickelt eine authentisch-oppositionelle Denkweise und rät zu widerständigem Leben. Nichts bleibt wie es ist, alles wird sich ändern.

Es besteht keinerlei Zweifel: Für eine positive Kritik wird kontroverse Debatten in parlamentarischen wie außerparlamentarischen patriotischen Kreisen auslösen.


Hier bestellen: Die Unzulänglichen

Pünktlich vor Weihnachten konnten wir unser Erstlingswerk an unsere Kunden und Vertriebspartner versenden. Der Roman Die Unzulänglichen von Pierre Drieu la Rochelle war in vielerlei Hinsicht ein Wagnis. Ein Wagnis, das bisher sehr gut angenommen wird. Die ersten Rückmeldungen unserer Kunden sind hervorragend. Und auch die Zahlen sprechen diese Sprache: Über die Hälfte der Auflage ist bereits verkauft! Europa befindet sich in einer tiefen geistigen, politischen und wirtschaftlichen Krise. Kann da Belletristik etwas ausrichten oder fliehen Leser und Verleger nur vor den Problemen der Zeit? Wir meinen: Ein Buch, das europäische Wirren von einst zu verstehen hilft, kann Lernprozesse für heute und morgen einleiten. Sie glauben es nicht? Lesen Sie Die Unzulänglichen. Es wird bei Freund und Feind für Debatten sorgen.

Warum Pierre Drieu la Rochelle?

»Pierre Drieu la Rochelles Werk Die Unzulänglichen ist der paradigmatische Roman eines persönlich wie politisch suchenden Europäers in den Wirren des 20. Jahrhunderts. Daß dieses Buch nun auch den deutschen Lesern wieder zugänglich gemacht wird, hat neben der literarischen Qualität, von der Sie sich gleich selbst überzeugen werden, auch einen politischen Grund: Denn es deutet nichts darauf hin, daß das noch junge 21. Jahrhundert für Europa weniger politische und ökonomische Krisen bereithält. Vielleicht leben wir innerhalb der EU sogar längst in vorrevolutionären Zeiten, in denen sich bereits bestehende und noch kommende Antagonismen nicht ent-, sondern verschärfen. Die Suche nach einer europäischen Konzeption für morgen geht daher weiter. Mit einer Renaissance des Vernunft- und Gefühlseuropäers Pierre Drieu la Rochelle wird dabei zu rechnen sein.« (Benedikt Kaiser)


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